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Gedanken

James Blake hat den Mercury-Prize verliehen bekommen. Das hat mich gefreut. Manchmal stolpere ich die Bordsteinkante hinunter in einen seiner Songs hinein. Manchmal sehen die Leute, die in ihren Regenjacken an der Bushaltestelle auf der anderen Seite der Straße stehen, kurz hinüber, während ich mich mit den Händen auf dem Asphalt abfange. Oft sehen sie auch nicht hinüber. Manchmal ist die Straße sogar leer, bis auf mich und die Bierflaschen am Fuße der Laterne. Und manchmal gefällt mir nicht, was ich hier schreibe und erzähle: Von Straßen und Nächten und Augenblicken und Liebe und Musik, während James Blake „Ignore everybody else/ We’re alone now/ I’ll wait/ We’re alone now“ singt und ich keine Ahnung habe, was er damit meint.

Aber all diese Dinge, von denen ich mal mehr und mal weniger erzählen will, sind allgegenwärtig. Wenn ich die Musik abschalte, höre ich die Autos auf der Straße, lausche den Heuschrecken der Großstadt. Die Uhr zeigt 01:05 und vor zwanzig Minuten war ich noch kurz davor einfach einzuschlafen. Dann habe ich mir gewünscht, dir vorzulesen, aber weil das nicht geht, wollte ich etwas aufschreiben, etwas erzählen. Nur wovon ich erzählen soll, das weiß ich nie.

Vielleicht davon, dass ich mit acht oder neun Jahren auf zwei Bücher stieß, die beide im Regal meines Vaters standen. Beides waren große Bildbände – einer zerfleddert und abgenutzt, der andere nagelneu und mit Schutzumschlag. Der eine dokumentierte in bunten Hochglanz-Bildern die Dreharbeiten zu James Camerons Titanic. Das zweite Buch war aus den 80er Jahren und erzählte in schwarz-weiß von der Geschichte der Raumfahrt und den Reisen der Menschheit ins All: Alles von Leika über Juri Gagarin bis hin zu Apollo 17. So kannte ich Titanic, lange bevor ich irgendwann mal den Film gesehen habe. Kannte den Eisberg, die Green-Screens, die Sets, die Schiffsmodelle, die Kostüme der Passagiere. Ich kannte das gelbe U-Boot, die Zeichnung von Rose und die Fotografien des Wracks am Meeresgrund. Stundenlang saß ich im Wohnzimmer und blätterte immer wieder durch die selben Seiten: Las die Bildunterschriften und sah mir alle Fotos ganz genau an. Größere Texte ignorierte ich. Ich fuhr mit dem Finger über das Papier, kniff die Augen zusammen und sah Fotos der Titan II-Rakete beim Start von Gemini 9, das ausgebrannte Innere der Kapsel von Apollo 1 und Neil Armstrongs Fußabdruck im Mondstaub. Wie groß unser Universum wirklich ist, habe ich damals nicht verstanden. Alles was ich sah, waren die immer gleichen Bilder von lächelnden Astronauten und Wernher von Braun, wie er vor einem Modell der Saturn V-Rakete steht, für das extra ein Loch in die Decke des Raums gesägt worden war. Mein Verstand reichte so gesehen bis zum Mond, aber nicht darüber hinaus.

Ich verlor mich nicht in dieser Welt aus Film und Raumfahrtechnik, aber ich konnte in diesen Büchern versinken wie in Treibsand und sie Stunden später mit einem warmen Gefühl in der Magengegend einfach zurück ins Regal stellen und mit meiner Schwester spielen, eine Kassette der Drei Fragezeichen hören oder mit dem alten Fernglas meines Vaters vom Balkon aus die Schiffe auf dem Rhein beobachten. Es brauchte Jahre, bis ich die deutsche und die belgische Flagge auseinander halten konnte.

Irgendwann habe ich aufgehört, die Bildbände aus dem Regal zu nehmen. Noch heute kleben auf jeder Seite meine fettigen Fingerabdrücke. Titantic hat mir nie so gut gefallen wie der Bildband über die Dreharbeiten. Und mit 12 wollte ich dann lieber Meeresforscher werden. In den Ferien grub ich niederländische Strände um und verschwand mit den Füßen im Schlick. Nachts sah ich zu den Sternen und dachte daran, wie sich die ersten Seiten aus dem Bildband über die Raumfahrt zu lösen begannen, weil ich das Buch zu oft in die Hand nahm. Ich erfuhr: Selbst Leim kann die Dinge nicht ewig zusammenhalten.

Aber weißt du, das ist nicht schlimm, denn solange James Blake noch singt, muss ich nicht damit aufhören, meine Geschichte zu erzählen, kann einen Punkt an das Ende diese Satzes setzen und auf „Publizieren“ drücken.

Die Uhr zeigt 01:54.

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Bis spät in die Nacht vor einer weißen Seite gesessen und im Gedächtnis nach Worten gekramt. Viel gelesen, ohne ein Buch in die Hand zu nehmen. Trotz Müdigkeit nicht eingeschlafen. Irgendwann das Nachtlicht wieder angeschaltet und aufrecht hingesetzt, drei Kissen im Rücken und das ganze Bett zum Floß. Kurz ans Meer gedacht, dann auf den Fingernägeln gekaut, dich in Gedanken geküsst und danach den ersten Satz getippt. Ich habe seit drei Monaten kein Buch zu Ende gelesen. Vielleicht sollte ich es also mal wieder mit dem Schreiben probieren. Rede mir sogar ein, dass ich das hier täglich tun sollte. Und dass mir der Regen fehlt. Ich weiß, vielleicht ist das verrückt, aber wenn man nicht verrückt sein darf, was dann? Ich will mein Leben tanzen, nicht verstolpern – Hoffnung haben und durch Wolken fallen.

Die Nacht verklebt mir die Augen und ich denke an den Morgen. Irgendeinen Morgen. Ich merke, dass mir das Wasser bis zum Hals steht, atme aus und muss lächeln. Als ich gegen halb sechs vor die Tür trete, weht mir die Kühle der Großstadt entgegen. Mehr als zwei Millionen Menschen sind noch in ihren Betten. Die Straße hinunter verliert sich das Mosaik der wenigen erleuchteten Fenster langsam in der Ferne. Weil die Sturmflut auf sich warten lässt, gehe ich zurück in die Wohnung und setze Kaffee auf. Gegen Acht wird der Himmel die Sonne aus dem Ärmel schütteln und ich werde mir unter der Dusche die Haare raufen. Drei Stunden später werde ich die Bahn zur Uni nehmen, dabei zwei Mal umsteigen und dir einen guten Morgen wünschen. Mittags werde ich zurück unter die Decke kriechen und bis zum Abend schlafen. Ich weiß, dass du auch nicht durchgeschlafen hast und dass irgendwo in der Innentasche meiner Jacke noch eine Schmerztablette stecken muss. Auf der Kommode neben der Tür liegen Briefe, die ich zur Post bringen muss. Weißt du, wann die Zugvögel im Süden ankommen? Ich weiß es nicht. Aber sie kommen jedes Frühjahr zurück geflogen und bauen sich in Lappland ihre Nester in den Bergen.

Wenn ich mir mit den Zähnen auf die Zunge beiße, merke ich, dass mir die Worte fehlen.

Wenn ich an dich denke, denke ich an Muttermale, kreisende Finger und den Druck deiner Zähne auf meiner Unterlippe. Ich denke an den Geschmack von Oreo-Keksen und meine Hand zwischen deinen Beinen.

Mit meinen Lippen schreibe ich vom Hals bis zu den Kniekehlen ein Essay auf deinen Körper. Eins wie dieses hier, bloß ohne Interpunktion.

Wenn die Temperatur in meinem Zimmer unter 10° fällt, denke ich an uns beide in einer Höhle aus Bettdecken und Kissen. Unsere Beine so ineinander geschoben, dass jeder Quadratzentimeter Haut gewärmt wird. Meine Hand an deiner Brust und deine kühl auf meiner Stirn.

Ich denke an eine Strähne deines Haares, die sich zwischen unsere Zungen verirrt. Und das Lachen danach. Wenn ich ganz tief einatme, schmecke ich das Erdbeereis an deinen Fingern und die Tomatensoße in deinem Mundwinkel. Ich rieche dein Shampoo, wenn ich deinen Kopf küsse, und den Schweiß unter deinen Achseln, wenn du neben mir liegst.

Als draußen das Gewitter beginnt, denke ich daran, wie deine blauen Augen leuchten und meine zur Decke schauen. Ich denke an zerknüllte Lacken, Kratzspuren, rote Wangen, Atemlosigkeit und taube Fingerspitzen.

Nach einem langen Tag denke ich an die Narben an deinen Beinen und die Wärme deines Bauches. Ich denke an die Stelle zwischen deinen Brüsten und deine Beine um meinen Rücken. Daran, wie kitschig das hier ist. Und daran, wie du aussieht wenn du einschläfst und daran, wie du aussiehst, wenn du kaum noch die Augen offen halten kannst.

Draußen ist es Nacht geworden. Und ich liege im Bett und habe Fieber. Vom Nachttisch nehme ich eine Tablette und schlucke sie, bevor ich aufstehe und in die Küche gehe. Mein Tee ist kalt geworden. Ich trinke ihn in einem Zug. Dann öffne ich das Fenster, drehe die Heizung hoch und höre den Autos auf der Straße zu. Wenn ich die Augen zukneife, spüre ich den Regen.

(First published on my tumblr.)

Alle paar Wochen kommt es vor, dass ich wach daliege und aus dem Augenblick heraus damit beginne, Sätze aneinander zu reihen. Ich stelle mir dann gerne vor, dass mich am nächsten Morgen an den Computer setzen, ein leeres Word-Dokument öffnen und alles in meinem Kopf einfach niederschreiben werden. Weil man das nämlich so macht, wenn man jemandem etwas erzählen möchte. Glaube ich. Selbst wenn ich mir manchmal nicht mal mehr sicher bin, ob ich das tatsächlich irgendwo gelesen habe oder ob nicht doch einfach nur du mir irgendwann mal davon erzählt hast.

Und so liege ich dann da  mit meiner Unsicherheit, und murmele meine Gedanken im Flüsterton drei, vier Mal vor mich hin und höre auf mein Herz und das Geräusch der vorbeifahrenden Autos, bis ich unausweichlich zu dem Schluss komme, dass ich meine Sprache noch nicht gefunden habe.

Denn irgendwann habe ich mir mal eingeredet, dass man seine Sprache erst finden muss, bevor man mit dem Erzählen anfangen kann. Als wäre Sprache ein Fünf-Cent-Stück zwischen zwei Pflastersteinen vor der Grundschule, oder eine besonders schöne Vase im Schaufenster einer Berliner Seitenstraße, über die man erst noch stolpern wird. Auch dein ganz großes Lieblingsbuch wirst du im Regal nicht finden, weißt du? Es muss erst noch geschrieben werden. So wie ich mein vierblättriges Kleeblatt auf einer Wiese voller dreiblättrigen finden muss. Und wenn ich nur lange genug auf meiner Picknickdecke liegen bleibe und mit den Händen über das Gras fahre, dann wird auch alles wie von selbst seinen Lauf nehmen. Meine Sprache wird mich anspringen, mir in den Mund klettern und sich an genau der Stelle einnisten, an der es manchmal wehtut, wenn du fünf Minuten vorher eine Kopfschmerztablette gegen das Fieber geschluckt habe.

Aber ich weiß auch: Das alles wird so nie passieren und nachdem ich ausgerechnet habe, wie viele Stunden mir bis zum Morgen noch bleiben, versickern die Worte im Schlaf in mein Kopfkissen und mit den ersten Sonnenstrahlen rauscht die Dusche und ich fahre mit dem Rad zum Bahnhof. Das Buch in meinem Rucksack hole ich nur jeden zweiten Tag hervor. Weil manchmal bin ich müde, manchmal stimmt die Musik nicht oder der Moment, kennst du das auch? Manchmal denke ich auch einfach nur zu viel an all die anderen Bücher, die sich neben meinem Sofa stapeln. Und ob ich sie jemals lesen werde.

So vergehen die Jahreszeiten und alle Gedanken ans Schreiben, das über 140 Zeichen hinausgeht, bleiben unter Deck in der Kabine: Bis zur nächsten Nacht ohne Schlaf, bis zum nächsten guten Film oder zur nächsten nächtlichen Umarmung über ein Fahrrad hinweg.

So geht das schon seit Jahren. Und ich weiß genau: Ich bin das Warten satt. Das Warten auf mich, auf den Text, auf die Sprache, auf die Worte, auf das kurze Klicken im Kopf und die gleichmäßige Bewegung der Fingerspitzen auf der Tastatur und das Warten auf all die anderen Sachen, von denen wir nur wissen, dass es so viele sind – ohne uns darüber im Klaren zu sein, welche von ihnen denn letztendlich zu den wirklich wichtigen Dingen gehören, zu den Dingen, die wir uns über Bett hängen und darunter einschlafen möchten.

Dabei muss ich vielleicht einfach nur die Tür aus den Angeln hängen und endlich damit aufhören, immer gleich die richtigen großen Worte für alles finden zu wollen. Denn das ist schwierig. Und braucht mehr Zeit, als ich mir im ersten Moment zu geben bereit bin. Ich weiß das. Und ich könnte versuchen, es einfach anders anzugehen. Aber es macht halt Spaß, immer gleich alles in Gold anmalen zu wollen. Und eigentlich mag ich ja Herausforderungen, meine Höhenangst zu überwinden und auf den fünfzehn Meter großen Baum zu klettern, als würde ich ein Brot mit Preiselbeermarmelade essen. Ich bin ein Gryffindor. Doch eigentlich ist es ja so, dass man nicht immer gleich ans Meer fahren muss, um mal wieder auszuatmen.

Oder?

Aber leider ist die Vorstellung, ans Meer zu fahren, halt so scheiße schön.

Sam: Why do you always use binoculars?

Suzy: It helps me see things closer. Even if they’re not very far away. I pretend it’s my magic power.

Sam: That sounds like poetry. Poems don’t always have to rhyme, you know. They’re just supposed to be creative.

Ich bin gerne in Wohnungen, in denen ich mit den Fingerspitzen nicht bis an die Decke komme, in denen sich an den Wänden Schallplatten in Regalen stapeln, die Kinokarten neben der Eingangstür in einer Reihe kleben und der Rotweinvorrat im Wohnzimmer hinter dem braunen Sofa lagert. Weil es schön ist, wenn auf der Rückfahrt hinten alle eingeschlafen sind, draußen die Straßenlaternen vorbeiziehen, die Musik im Radio ihr übriges tut und zu Hause eine E-Mail aus Kanada auf mich wartet. Und auch, weil ich dann für einen kurzen Augenblick nicht daran denken muss, dass in Berlin immer noch alles schneeweiß ist, sich auf meinem Desktop die angefangen Word-Dokumente stapeln, die Unibibliothek vierzehn Kilometer entfernt von meinem Schreibtisch liegt und im Kino gerade kein Film läuft, in den ich mich verlieben könnte. Da ich zu sehr damit beschäftigt bin, mir eine Serienstaffel nach der anderen anzusehen, ab und an ins Schwimmbad zu gehen, nervös auf der Stelle zu treten und den Stapel ungelesener Bücher auf Bettkantenhöhe anwachsen zu lassen. Doch ich weiß auch, es ist okay so, singe leise mein Lied und habe im Kopf die Bilder vom letzten Frühling.

„Cold Feet, don’t fail me now/ So much left to do / If i should run ten thousand miles home / Would you be there?“ — J. Ralph, Before My Time (feat. Scarlett Johansson & Joshua Bell)

Die Welt ist eine graue Suppe und ich sitze auf ihrem Tellerrand, in der Hand ein paar Buchstaben, die ich hoch in die Luft werfe und die wieder zu Boden fallen, wo sie auf den Asphalt knallen und in ihre Einzelteile zerspringen. Das Zimmer ist dunkel. Auf dem Balkon steht eine Schüssel Götterspeise und wartet darauf, an Konsistenz zu gewinnen. Fünf Stunden steht auf der Packungsbeilage. Als ich klein war, verstand ich nie, was der Unterschied zwischen Balkon und Terrasse sein sollte. Für mich war beides Sommer, hing beides in der Luft, ganz so, wie jetzt alles im Schwarzen liegt; und im Nebel. Daran muss ich denken, während in der Straße unter mir die ersten Laternen angehen.

Ich schalte meine Nachttischlampe an und die auf der Kommode und sammle alle Bücher auf, die ich finden kann. Ich stapele sie neben meinem Bett zu einem Turm. Er reicht mir nicht mal bis zum Knie. Ganz unten liegt ein Wörterbuch, ganz oben Das Hotel New Hampshire. Weil ich lange genug suche, finde ich im Netz die Seite wieder, auf der Benedict Wells schreibt, dass er Schriftsteller werden wollte, nach dem er das Buch gelesen hatte. Er war 15. Vielleicht bin ich also zu spät dran.

Doch bis ich das rausgefunden, freue ich mich lieber, morgen wieder Straßenbahn zu fahren.

Cuckoo, cuckoo, what do you do? / In April I open my bill / In May I sing all day / In June I change my tune / In July away I fly / In August away I must.

(Weil ich mich nicht festlegen konnte, was an Moonrise Kingdom am Schönsten ist, die Szene mit den Büchern aus der Bibliothek, die Szene mit der blutverschmierten Linkshänderschere, die Szene mit dem Auszug aus der kleinen Pfadfinderkapelle oder die Szene, in der die Katze aus dem Weidenkorb guckt und Sam und Suzy ins Wasser springen und anschließend zu Françoise Hardy tanzen, weil ich aus all diesen Szenen keine Lieblingsszene herauspicken konnte, bin ich auf dieses Lied hier ausgewichen und summe es den ganzen Tag leise vor mich hin..)

Seit etwas mehr als einer Stunde gibt das Handy alle drei Minuten ein leises Piepen von sich, um mir mitzuteilen, dass der SMS-Speicherplatz zu 97% gefüllt ist. Und weil es draußen inzwischen dunkel geworden ist und sich nur noch die tulpenfarben schimmernden Fensterscheiben der Hochhäuser gegen den blass grauen Himmel abheben, bin ich ohne Ablenkung alle drei Minuten dazu gezwungen, mich mit der Frage zu beschäftigen, was die ganze Scheiße soll und wer so etwas wie limitierten Speicherplatz überhaupt erfunden hat und warum so eine Speicherkarte irgendwann voll sein muss; warum überhaupt irgendwann Schluss ist; warum wir nicht einfach weitermachen können, mit der Oktobersonne auf der Haut, der Sternschnuppe über unseren Köpfen, der Bierflasche in der Hosentasche; wieso irgendwann das Gefühl eintritt, dass das alles gerade ganz schön viel auf einmal ist und warum der Pfad zwischen Genießen und Stolpern für den verirrten Wanderer so schmal aussieht.

Und wo die Hand ist, deren Finger sich zwischen die meinen flüchten könnten um das große Ganze noch besser zu machen, als es ohnehin schon ist, bloß, dass ich letzteres nicht richtig wahrhaben kann; vielleicht weil es sich so anfühlt, dass ich gerade viel zu viele Dinge auf einmal nachhole, vielleicht aber auch einfach aus Prinzip.

But to be honest: I’m fine and I’m happy and think that at the end of the day it’s the „try“ in „poetry“ that matters most.