Die Menschen rufen mich Nik. Ich bin einundzwanzig, wohne in der Hauptstadt, studiere hier und habe irgendwann mal mein Herz zwischen den Wolken verloren – und Berlin, das ist zwar nicht alles, aber Berlin ist schon eine ganze Menge.

Warum ich schreibe?

Ich weiß es nicht, aber ich mag es wenn sich meine Gedanken wie von selbst zu ganzen Sätzen verbinden, meine Fingerspitzen über die Tastatur huschen und Letter für Letter und Wort für Wort auf dem Bildschirm erscheinen, ohne sofort in blaue Tinte zu zerfließen.

Manchmal schreibe ich bloß, um in die Stille eines Nachmittags hinein zu träumen; hin und wieder auch einfach nur um nachzudenken. Manche brauchen dafür eine Zigarette und ich? Tja, ich rede mir ein, dass die Buchstaben mein Nikotin sind.

Das Ganze mag für dich zerfasert daherkommen und keinen Sinn ergeben, aber das muss es ja auch nicht. Ich mache es trotzdem. Vielleicht weil ich es brauche, vielleicht weil ich es will, vielleicht auch einfach nur aus Gründen.

Oder, um es mit den Worten von Pu dem Bären zu formulieren:

“Wenn man den Nachhauseweg sucht und stattdessen immer nur eine Sandkuhle findet, sollte man einfach nach einer Sandkuhle suchen.

Da man sie ganz bestimmt nicht findet, wäre das dann gut, weil man dann vielleicht etwas findet, was man nicht gesucht hat, und das wäre dann vielleicht genau das, was man in Wirklichkeit braucht.”

Okay?

Okay.

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