October.

Seit etwas mehr als einer Stunde gibt das Handy alle drei Minuten ein leises Piepen von sich, um mir mitzuteilen, dass der SMS-Speicherplatz zu 97% gefüllt ist. Und weil es draußen inzwischen dunkel geworden ist und sich nur noch die tulpenfarben schimmernden Fensterscheiben der Hochhäuser gegen den blass grauen Himmel abheben, bin ich ohne Ablenkung alle drei Minuten dazu gezwungen, mich mit der Frage zu beschäftigen, was die ganze Scheiße soll und wer so etwas wie limitierten Speicherplatz überhaupt erfunden hat und warum so eine Speicherkarte irgendwann voll sein muss; warum überhaupt irgendwann Schluss ist; warum wir nicht einfach weitermachen können, mit der Oktobersonne auf der Haut, der Sternschnuppe über unseren Köpfen, der Bierflasche in der Hosentasche; wieso irgendwann das Gefühl eintritt, dass das alles gerade ganz schön viel auf einmal ist und warum der Pfad zwischen Genießen und Stolpern für den verirrten Wanderer so schmal aussieht.

Und wo die Hand ist, deren Finger sich zwischen die meinen flüchten könnten um das große Ganze noch besser zu machen, als es ohnehin schon ist, bloß, dass ich letzteres nicht richtig wahrhaben kann; vielleicht weil es sich so anfühlt, dass ich gerade viel zu viele Dinge auf einmal nachhole, vielleicht aber auch einfach aus Prinzip.

But to be honest: I’m fine and I’m happy and think that at the end of the day it’s the „try“ in „poetry“ that matters most.

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